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Beste Entscheidung des Lebens Conny Schumacher

Blog Interview Entscheiden Cover Conny Schumacher und Michaela Forthuber #Entscheidungsarchitektin

Conny Schumacher

Beste Entscheidung ihres Lebens? Warum? Und 6 1/2 Fragen dazu:

1. Welche Entscheidung war die Beste, die Du in Deinem Leben getroffen hast? (Und warum?)

Also wenn ich ganz tief in mich reinhöre, war es eine sehr bewusste Entscheidung vor gut 2 Jahren. Eine weise Frau und Mentorin sagte zu mir: "Conny, wenn du ein gutes Leben als Frau haben willst, musst du lernen, den Wettbewerb wegzulassen und nachzugeben. Weich zu werden, "durchlässig", flexibel, wie ein Baum im Wind."

Ich habe erst nicht verstanden, was sie meint. Ich komme aus dem Sport, da ist Wettbewerb und Ärmel hochkrempeln mein zweites Naturell.

Doch als ich nachdachte, erinnerte ich mich an einen Aikido-Kurs, den ich vor Jahren besucht hatte und wie sehr mich das Prinzip des Aikido fasziniert hat. Man hält nicht gegen, man gibt nach. Weicht aus. Spart seine Kraft. Lässt den Angreifer ins Leere laufen. Bleibt durchlässig. Und erreicht damit viel mehr, als wenn man gegenhalten würde.

Nun, was soll ich sagen: Nachdem ich mich als Frau jahrelang in einem männerdominierten Business aufgerieben hatte und weiß gott nicht mehr sehr glücklich war, habe ich entschieden, dieses Prinzip des nachgebens ab sofort zu beherzigen und danach bewusst zu leben.

Was soll ich sagen - mein Leben hat sich komplett verändert seither. Ich bin weicher geworden, ehrlicher, ich habe meinen inneren Frieden gefunden mit Menschen, mit denen ich vorher nicht gut klarkam, ich habe kurz nachdem ich diese Entscheidung gefällt habe, meinen Lebensgefährten kennengelernt, meinen Tribe gefunden - also Menschen, die wirklich zu mir passen und ähnlich ticken wie ich - im Business wurde alles leichter und ich habe immer mehr meine Intuition wiederentdeckt.

6 1/2 Fragen:

1. Was beeinflusst Deine Entscheidungen?

Eben genau das. Wenn ich unentschlossen bin, warte ich ab, bis sich die Entscheidung zeigt. Ja, ich kann nachhelfen, aber ich warte wirklich bis die Entscheidung "DA" ist. Das ist nichts passives, überhaupt nicht. Ich versuche mich zu 100% in die Situation zu versetzten, mich voll einzulassen, es mit allen Sinnen zu erleben um zu wissen, wie es sich anfühlt. Ich antizipiere also was auf mich zukommt. Nach dem Motto: "Tu so, als wäre es schon da und beobachte, wie du dich fühlst". Meist dauert es dann nicht lang, und die Entscheidung ist da. Aus dem Bauch, aus der inneren Überzeugung. Es ist heute mehr ein Wissen, als ein Entscheiden...

2. Wie ist Dein Vorgehen, wenn Du eine schwere Entscheidung zu treffen hast?

So wie oben beschrieben. Ich tue so, als wäre es schon lange entschieden und spüre hinein, wie ich mich damit fühle.

3. Was haben Entscheidungen aus Deiner Sicht mit der Realität zu tun?

Ich versuche die Realität so gut wie möglich vorweg zu nehmen. Ehe ich einen neuen Job machen würde, würde ich z.B. zunächst ein Praktikum machen. Dann kriegst du schnell ein Gefühl, ob du dir was vormachst, oder ob du wirklich DEIN DING machst.

4. Welches war Dein Lieblingsmärchen als Du klein warst?

Ist Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer ein Märchen?

5. Was ist aus Deiner Sicht am Wichtigsten: Sicherheit, Autonomie oder Anerkennung?

Anerkennung. Jeder freut sich, wenn er ehrlich gewertschätzt wird. Das gibt Sicherheit, innere Sicherheit, Selbstvertrauen - das Wissen, um die innere Stärke, dass man sich auf sich verlassen kann, dass man auch sicher ist, wenn man mal was falsch macht. Autonomie - damit kann ich nicht wirklich viel anfangen. Wer kann in unserer Gesellschaft autonom leben?

6. Wer ist Dein grösstes Vorbild?

Nelson Mandela

1/2 Welche Entscheidung würde die Welt zu einem besseren Ort machen?

Es gibt in Afrika ein schönes Sprichwort: "Wenn jeder vor seiner eigenen Tür kehrt, ist auch überall sauber". Also wenn sich jeder um seine eigenen Dinge kümmert und dafür sorgt dass er zufrieden ist, das würde die Welt definitiv zu einem liebenswerteren Ort machen.

Conny Schumacher  www.conny-schumacher.de