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Beste Entscheidung des Lebens Kathrin Meyer

Blog Interview Entscheiden Cover Michaela Forthuber #Entscheidungsarchitektin mit Kathrin Meyer

Kathrin Meyer

Beste Entscheidung ihres Lebens. Warum? Und 6 1/2 Fragen dazu:

1. Welche Entscheidung war die Beste, die Du in Deinem Leben getroffen hast? (Und warum?)

Meine beste Entscheidung war, mich selbständig zu machen. Einen sehr gut bezahlten und sicheren Job mit 48 Jahren aufzugeben, obwohl die meisten in meinem Umfeld, immer wieder fragten, ob ich das Risiko wirklich eingehen will, ob ich mich nicht mit meinem Job arrangieren kann, ob sich das noch lohnt usw.

Ich will mehr selbstbestimmt leben. Ich möchte meine eigener Herr sein (natürlich meine eigene Frau). Bis dahin hatte ich in meinem Leben durch meine Leistungssport-Karriere, meine Alleinerziehung bei Fulltime-Job immer sehr gut funktioniert. Mein Job hat mich nicht mehr erfüllt, ich hatte mein „WARUM“ verloren.

6 1/2 Fragen:

1. Was beeinflusst Deine Entscheidungen?

Grundsätzlich der Grad meiner Zufriedenheit und meiner Neugier. Ich merke, wenn es an der Zeit ist, Entscheidungen zu treffen. Wenn ich das Gefühl habe, da müsste mal was Neues im Leben kommen, schaue ich, was mich interessiert. Ich finde es z.B. sehr spannend, was in unserem Gehirn bei Veränderungen passiert. Deshalb habe ich gerade eine 2-jährige Ausbildung zum „Master of cognitive Neuroscience“ begonnen.

Die täglichen kleinen Entscheidungen sind häufig vom Gemütszustand anhängig. Ich frage mich aber sehr oft: Bringt mich das, was ich jetzt tue, meinem Ziel näher. Und die Ziele können ganz unterschiedlich sein, im Business oder einfach nur das Gewicht zu halten😉.

2. Wie ist Dein Vorgehen, wenn Du eine schwere Entscheidung zu treffen hast?

Bei schweren Entscheidungen mache ich mir eine Matrix mit den wichtigsten Kriterien. Und dann bewerte ich die Varianten, schriebe Vor- und Nachteile auf. Ich finde etwas schwarz auf weiß zu haben, bringt mehr Klarheit. Ich hole mir auch von Freunden Rat.

In den letzten Jahren nutze ich zusätzlich häufig den Kinesiologischen Muskeltest, den ich in meiner Ausbildung zur PsychK® gelernt habe. Das ist quasi der Lügendetektor unseres Körpers und zeigt, ob unser System mit etwas mitgeht oder nicht.

 

3. Was haben Entscheidungen aus Deiner Sicht mit der Realität zu tun?

Unsere Realität ist die Summe unsere bisherigen Entscheidungen. Wir sind genau dort, wo wir sind, weil wir uns für oder gegen etwas entschieden haben. Auch wenn wir uns nicht entscheiden (können oder wollen), treffen wir eine Entscheidung. Und zwar alles so zu belassen, wie es ist. Mit allen den Dingen, die mir vielleicht nicht gefallen. Es ist aus meiner Sicht wichtig, Eigenverantwortung zu übernehmen. Und dazu gehört es, Entscheidungen zu treffen. Mein Leitspruch dabei ist es: „Love it, change it or leave it“. Diesen habe ich ergänzt um „accept it“. Wenn ich etwas nicht mag, aber nicht ändern kann und auch aus irgendwelchen Gründen nicht (ver)lassen kann, dann sollte ich nicht weiter hadern, sondern es einfach (vorübergehend) akzeptieren. Das tut der eigenen Zufriedenheit sehr gut.

4. Welches war Dein Lieblingsmärchen als Du klein warst?

Es ist kein Märchen, eher eine Geschichte: „Der kleine Angsthase“. Das Buch habe ich meinem kleinen Bruder laufend vorgelesen und konnte es irgendwann auswendig.

Der kleine Angsthase hat, als es darauf ankam, sich seiner Angst gestellt und einen kleinen Hasen vor dem Fuchs gerettet. Das fand ich toll.

5. Was ist aus Deiner Sicht am Wichtigsten: Sicherheit, Autonomie oder Anerkennung?

Da muss ich wirklich überlegen. Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann für Anerkennung. Anerkennung für seine Arbeit, für sein Wirken zu bekommen, ist beflügelnd und stärkt das Selbstbewusstsein. Dabei ist es aber auch wichtig, sich selbst die gebührende Anerkennung zu geben. Das fehlt vielen häufig schwer (ich nehme mich da nicht aus).

6. Wer ist Dein größtes Vorbild?

Ich habe nicht wirklich EIN größtes Vorbild. Im Laufe meine Lebens haben mich verschiedene Menschen begleitet. Persönlich aber auch virtuell, ohne diese kennengelernt zu haben. Mein Professor, bei dem ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, verfolgt auch heute noch mit 90 Jahren sehr interessiert, was ich mache und wir tauschen uns aus. Vera Birkenbihl finde ich sehr inspirierend. Sie hätte ich gern kennengelernt. Ich habe mir viel Motivation in Seminaren von Christian Bischoff geholt. René Borbonus und Michael Rossié sind für mich Vorbilder in Rhetorik und Kommunikation, wenn ich selbst meine Vorträge vorbereite.
Ich schauen immer, wer mich bei einem bestimmten Thema inspiriert und was ich davon auf mich übertragen kann.

1/2 Welche Entscheidung würde die Welt zu einem besseren Ort machen?

Die Entscheidung, Eigenverantwortung zu übernehmen und die Opferrolle zu verlassen. Ganz nach Dalai Lama: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt!

Kathrin Meyer  facebook.com/dieveraenderungsverfechterin