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Beste Entscheidung des Lebens Oliver Albrecht

Cover Blog Beste Entscheidung deines Lebens mit Michaela Forthuber #Entscheidungsarchitektin und Oliver Albrecht

Oliver Albrecht

Beste Entscheidung seines Lebens? Warum? Und 6 1/2 Fragen dazu:

1. Welche Entscheidung war die Beste, die Du in Deinem Leben getroffen hast? (Und warum?)

Als ich 2005 die Entscheidung getroffen habe, meine erste Firma zu gründen, war mir noch gar nicht klar, was ich da eigentlich vor habe. Es war auch nicht klar, was mich auf dieser Reise alles erwarten wird. Worüber ich mir nie Gedanken gemacht habe, war, dass der Urlaub, den andere sich planen und machen für mich wohl weniger sein wird, es finanzielle Rückschläge geben wird, die mich zweifeln lassen werden aber auch die Momente des Glücks und der Freiheit. Es war eine Entscheidung aus Leidenschaft, denn ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und das aus dem Grund: Geld verdienen mit dem, was mir Spaß macht. So entstand meine erste eigene Firma für Audioproduktion.

Über ganze Zeit hinweg hat sich die Unternehmung und Idee weiterentwickelt, so wurde aus der analogen Musikproduktion die Vermarktung für Künstler. Aus dieser Arbeit heraus entwickelte sich das Webdesign und Marketing für Unternehmen, bis es zur Filmproduktion und dem Aufbau von Personenmarken gewachsen ist. Nach nun mehr als 17 Jahren am Markt der Werbung und Markenaufbau kann ich sagen: Ich bereue keine Entscheidung, keine Niederlage und niemals den Weg, sondern ich bin stolz, diese Entscheidung getroffen zu haben. Dazu zählen auch alle Entscheidungen, die mir Steine in den Weg gelegt haben, denn so kann ich heute anderen jungen Unternehmern zeigen und mitgeben, wie man es eben nicht macht oder was man vorab anders überdenken kann.

6 1/2 Fragen:

1. Was beeinflusst Deine Entscheidungen?

Viele meine Entscheidungen als Unternehmer werden aus der Frage "Habe ich darauf wirklich Lust?". Getroffen natürlich auch mit dem Gesichtspunkt von "Ist das wirtschaftlich oder bringt uns das weiter?". Meine Entscheidungen sind stark mit meinem Bauchgefühl verknüpft, auf welches ich mich immer verlasse, denn Emotionen zeigen uns ganz genau, ob der Weg sich richtig anfühlt. Und ja, ich bin auch gerne rational und berechne die Chancen, dennoch gewinnt mein Bauchgefühl fast immer. Jedes Mal, wenn ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört habe, lagen am Ende große Steine auf meinem Weg und ich hatte viel Arbeit und brauchte viele Nerven, diese Felsbrocken wieder zu entfernen.

2. Wie ist Dein Vorgehen, wenn Du eine schwere Entscheidung zu treffen hast?

Bei schwierigen Entscheidungen gibt es für mich zwei Varianten. Zuerst lausche ich dem Problem und versuche wahrzunehmen, warum es mir schwerfällt, diese Entscheidungen zu treffen. (Warum, sagt mein Bauch Nein, aber mein Kopf Ja?), danach spreche ich mit einem guten Freund darüber und dann mit einem mir kritisch gegenüberstehenden Menschen, dadurch bekomme ich zwei andere Perspektiven. Durch diese 2 externen Ansichten, mein Bauchgefühl und meine rationale Ebene kann ich leicht abwägen, welche Entscheidung ich treffe.

Früher habe ich sehr häufig emotional gehandelt und wirklich weit hat es mich nicht gebracht, dafür habe ich über die Jahre ein Modell zur Konfliktlösung entwickelt. Durch das LAWA System (LISTEN-ASK-WRITE-ANSWER) können Konflikte, Entscheidungen und Lösungen leichter gefunden werden und alle Parteien sind danach zufrieden.

3. Was haben Entscheidungen aus Deiner Sicht mit der Realität zu tun?

Eine Entscheidung ist immer dann realistisch, wenn diese auch wahrhaftig getroffen und umgesetzt wird. Es ist unrealistisch zu sagen: "Ich werde erfolgreich!". Und am im nächsten Atemzug einfach auf der Couch zu liegen und zu hoffen, dass schon irgendwer etwas tut, was mir dienlich ist. Die Realität besteht aus Entscheidung, Umsetzung und Reflexion - alles andere ist Wunsch, Traum und Illusion, die zwar schöne Gefühle machen und zugleich nicht nachhaltig sind. So abgedroschen es leider klingt, doch das Wort "TUN" beschreibt es sehr genau oder einfach gesagt "Hintern bewegen und mal anfangen!".

4. Welches war Dein Lieblingsmärchen als Du klein warst?

Es bleibt mir immer noch im Kopf und im Ohr, dass der Hase und der Igel eine wunderbare Metapher für Fleiß, Faulheit, Überheblichkeit und Intelligenz ist. Obwohl auch der Zappelphilipp mir häufig vorgelesen wurde und mich innerlich wütend gemacht hat, denn ich war dieser verrückte Typ. Ich war unruhig, voller Tatendrang und nicht an die Konsequenzen denken (zum Glück liegen dazwischen schon ein paar Jahre Erfahrung im Leben).

5. Was ist aus Deiner Sicht am Wichtigsten: Sicherheit, Autonomie oder Anerkennung?

Das wohl wichtigste in meinen Augen für eine Mehrheit der Menschen ist die Wahrnehmung und das Lob. Ich habe viele Jahre im Vertrieb gearbeitet und gutes Geld verdient. Ich konnte mir materielle Dinge leisten, von denen andere Träumen und doch wurde ich, je länger es so lief, eine Sehnsucht geweckt. Meine Leistung und Hingabe zum Job wurde nicht anerkannt, nicht gesehen, sondern nur finanziell vergütet. (Sicherlich ist das eine Form von Wertschätzung, jedoch nur, solange es freiwillig gemacht wird). Erst der Schritt raus aus der Sicherheit brachte mir eine autonome Arbeitsweise und zugleich Anerkennung. Durch meine eigenen Kunden, meine Freunde und auch die Menschen, die immer über meine Ideen lachten. Die Sicherheit, Autonomie oder eine Anerkennung kann für jeden zu anderen Teilen wichtig sein. Für mich ist es die Wertschätzung, die gemeinsame Freude, etwas zu machen, etwas zu erreichen und Veränderung zu bewirken.

6. Wer ist Dein größtes Vorbild?

Uff, erwischt .... Ich habe kein Vorbild mehr! Früher waren es Schauspieler wie Will Smith, Bruce Willis, Johnny Depp und andere Persönlichkeiten, die eine Sogwirkung durch Ihre Klarheit und Härte zeigten. Mich habe immer Menschen angezogen, die zu Ihren Entscheidungen stehen, diese durchzuziehen und dabei einen weichen Kern hinter der harten Schale haben. Heute gibt es nur noch ein Vorbild: Ich selbst folge mir und meinen Entscheidungen am liebsten. Solange ich ein Vorbild haben, ist es genau das: Ein Bild von etwas, welches meinem gewünschten Ziel im Weg steht und mich aufhält, mehr von mir selber zu werden.

1/2 Welche Entscheidung würde die Welt zu einem besseren Ort machen?

Die beste Entscheidung ist es, eine Entscheidung zu treffen und auch durchzuziehen mit allen Konsequenzen. Weg von der Theorie und rein in die Praxis. Genau so würde die Welt aus einem theoretischen "Wir besiegen den Hunger.", "Wir besiegen, die Armut." Hin zu einem "Wir haben mehr Lebensqualität erreicht." Werden. In meinen Augen kommunizieren wir zu wenig und manche Menschen zu viel - die Wahrheit für Entscheidung und Umsetzung liegt irgendwo in der Mitte.

Oliver Albrecht      oliver-albrecht.com