Die Entscheidungslüge

Michaela Forthuber Entscheidungsfindung #Entscheidungsarchitektin

Es gibt keine richtigen oder falschen Entscheidungen.

Es gibt nur beides, bei der Entscheidungsfindung. Denn beides existiert gleichzeitig.

Wir leben in einer Balance, nein in einem Gegengewicht und das auch bei und mit unseren Entscheidungen. Denn nur durch das Salzige, wissen wir was süß bedeutet und ohne Tag gibt es keine Nacht. Vieles kann nebeneinander und miteinander bestehen. Es gibt Süßspeisen oder Schokoladen, die erst durch das Salz die süße Komponente bekommen. Und wenn bei Ihnen heller Tag ist, dann ist es irgendwo auf dieser Welt im gleichen Moment Nacht. Beides kann gleichzeitig existieren.

Das gilt auch für unsere Entscheidungen. Wir suchen immer nach Klarheit und denken diese in einer rationalen Erklärung für unsere Entscheidungen zu bekommen. Dann fühlen wir uns sicher.

Der Mensch an sich mag keine Widersprüche. Er versucht, Erklärung zu erhalten. Dies spielt sich vorwiegend und hauptsächlich im Gehirn ab, so die gängige Meinung. Unser Gehirn verfügt über eine Kontrollinstanz, die es gut mit uns meint. Sie möchte vermeiden, dass wir zu viel Energie verwenden auf Dinge die für uns nicht lebensgefährlich sind. Also unterscheidet ob wir gerade ein Fluchtverhalten spontan und entschieden an den Tag legen sollte, weil uns ein brüllender Löwe gegenüber steht oder die Energie gerade für wichtigeres eingespart werden kann, da es keinen Löwen gibt. Zum anderen schützt es uns vor vermeintlichen Irrwegen.

Hier befindet sich nach meiner Theorie eine Grundlage für die Entscheidungslüge. Denn Sie sind nicht Ihr Verstand, Kopf, Gehirn oder wie Sie es auch nennen mögen. Viele gehen davon aus, dass sie rational denken und sind Stolz darauf. Es heißt, wer viel Wissen hat, der weiß was und es wird unterstellt, der kann auch was. Mag sein und doch treffen gerade brillante Menschen und auch ganze Branchen Fehlentscheidungen.

Wie kann das sein? Sie haben doch vermeintlich alles berücksichtigt und jede Information in Betracht gezogen. Meinungen wurden eingeholt und Erfahrungswerte dazu evaluiert. Die Fehlentscheidung beruhte dann meist auf einem falschen Parameter, den sie vorher nicht kannten, einschätzten oder sahen.

1. Problem der Entscheidungslüge.

Es gibt keine richtigen oder falschen Entscheidungen.

Wir definieren unsere Entscheidunsfindung darüber, ob die Ergebnisse richtig oder falsch sind. Falsche Entscheidungen können also Fehler oder Lernchancen sein. Letzteres ist als, neue Informationen für’s System zu sehen. Dies bringt uns zum korrigieren, verstehen und letztendlich zum Erfolg.

2. Problem der Entscheidungslüge

Erstaunlicherweise werden oft weltverändernde Dinge in Gang gesetzt, wo jemand aus dem Gefühl heraus entscheidet und eigentlich oft nicht so recht weiß warum. Heißt, Entscheidungen die auf Gefühl beruhen und somit unsicher und nicht rational begründbar sind, haben keine Gültigkeit. Sie können nicht evaluiert werden. Aus diesem Grund muss daraufhin eine rationale Erklärung gefunden werden. Diese soll die Entscheidungsfindung rechtfertigen und die Entscheidung anerkennen. Dann erhalten alle im System vermeintliche Sicherheit und fühlen sich wohl. Das ist dann die Lüge in sich, denn um sich wohl zu Fühlen, muss das Gefühl rational begründet werden.

Wer nicht´s wagt, der nicht gewinnt.

Nur wer wagt der gewinnt.

Nikola Tesla, Steve Jobs, Elon Musk …

sind nur einige Beispiele dafür, das andere sagten, spinnt der? Das wird nicht’s und die Umsetzung derer Visionen nicht gesehen werden konnte. Sie schwammen und schwimmen gegen die gesellschaftliche Norm. Gehen andere Wege bei Unsicherheit, Unklarheiten und haben bzw. hatten Erfolg damit. Sie führen die Welt in neue Dimensionen und machten Unmögliches möglich. Was treibt sie und ihre Entscheidungsfindung an? Die Leidenschaft. https://de.wikipedia.org/wiki/Leidenschaft und ihre Entschlossenheit zur Umsetzung. Ihre Entscheidungen werden gleichberechtigt im triadischen System (Bauch*Herz*Kopf) getroffen. Und sind damit in diesem Augenblick absolut richtig. Dieses Vorgehen ist Teil der Entscheidungsarchitktur, welche jeder individuell für sich kennen sollte.

Zum Punkt Leidenschaft sagt Wikipedia sinngemäß, dass Leidenschaft eine das Gemüt völlig ergreifende Emotion ist. Sie umfasst Formen der Liebe und des Hasses, wird aber auch für religiösen, moralischen oder politischen Enthusiasmus benutzt. Sie beschreibt die intensive Verfolgung von Zielen. Im heutigen Alltagssprachgebrauch ist ein Zusammenhang mit „Leiden“, von dem sie abgeleitet ist, kaum noch präsent; „Leidenschaft“ wird mitunter wertfrei, meist sogar positiv konnotiert.

Viele Entscheidungen, die weitreichenden Einfluss in unserer Gesellschaft hatten, waren oft mit vielen Fehlversuchen und Fehlentscheidungen behaftet und gingen mit der gesellschaftlichen Norm nicht einher. Großes wurde bereits immer schon von der Leidenschaft getragen. „In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst!“ (Augustinus von Hoppe)

Unbewusste Entscheidungen sind an Emotionen gekoppelt. Diese Emotionen beruhen auf Ihren Erfahrungen und einzelnen erlebten Ereignissen. Sie werden generalisiert und abgerufen, in Momenten, in denen eine Referenzsituation erlebt wird.

Wie gehen heutige Unternehmer und Entscheider mit diesem Wissen um?

Gefühlt, gar nicht! Es wird weiterhin die Entscheidungslüge der Rationalität und des Verstandes gelebt und geführt.

Verstehen Sie mich nicht falsch, der Verstand hat absolut seinen Anteil an jeglicher Entscheidungsfindung. Doch sage ich, wir bestehen aus einem Dreigestirn. Was auch effizient genutzt werden kann, wenn Sie sich dessen bewusst sind.

Ich spreche vom triadischen System: Bauch, Herz und Kopf.

Es ist wie bei einem Stuhl mit drei Beinen. Er steht nur gut, wenn alle drei Beine unten festverschraubt sind und nichts wackelt. Hier besteht die Aufgabe als Führungskraft, Unternehmer und Entscheider sich dieser Tatsache bewusst zu werden. Wenn Sie alle drei Zentren gleichberechtigt involviert haben, in Ihrem täglichen Tun, dann sind alle drei Beine fest verschraubt. Sie können dann gut auf dem Stuhl sitzen, bzw. effizient für sich und Ihr Unternehmen entscheiden.

Triadisches System Bauch*Herz*Kopf

Und wenn der Stuhl wackelt?

Dann heißt es, hinzusehen und heraus zu finden warum? Zu allererst gilt das für den eigenen Stuhl und dann für die Stühle der Mitarbeiter. Denn als Führungskraft haben Sie dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeiter, gut, richtig, bequem, sicher sitzen und sich wohl fühlen.

Zurück zu dem Dreigestirn und was es bedeutet, wenn etwas wackelt. Wie bereits aufgeführt heißen die drei Stuhlbein übertragen auf uns Menschen: Bauch, Herz und Kopf. Hier gilt es die Aufmerksamkeit hinzulenken. Das mag für den einen gleich von Anfang an gut und einfach funktionieren. Andere müssen sich darin erst üben oder schulen lassen. Aber einmal das System kennengelernt und erfahren, kann es täglich angewendet werden. Vergleichbar wie mit Zähneputzen. Zuerst haben wir den Mechanismus kennenlernen und üben müssen als Kind und heute? Geht das ganz von allein.

Was kann uns nun in einem unseren Zentren zum Wackeln bringen und somit die Sicherheit, die Stabilität oder unsere Klarheit nehmen? Alles was unsere Autonomie betrifft, die Beziehung und den Kontakt zu andern oder eben auch die Sicherheit und den Überblick.

Entscheidungslüge heißt auch, dass es keine absolute Sicherheit geben kann, auch nicht unter der Prämisse entweder Oder. Denn eine Vorhersage, bezogen auf ein bestimmtes Ergebnis kann nicht getroffen werden. Wenn z.B. Unvorhersehbares geschieht, wie 9/11 oder Naturkatastrophen – wie unlängst ein Tsunami in Indonesien, dann hat dies weltweite Auswirkungen. Auf die Börse, auf den Handel, auf die Politik und kann unsere ganzen Planungen über den Haufen werfen. Mögen diese Beispiele hoch gegriffen sein, dennoch spiegeln sie sehr gut, dass wir nicht alles in der Hand haben und beeinflussen können.

Die Entscheidungslüge des Entweder Oder´s gaukelt uns ein richtig oder falsch vor. Das wäre aber zu einfach. Die Verantwortung auf diese Weise abzugeben, um am Ende sagen zu können ich hab halt falsch entschieden, wird einer fähigen Führungskraft nicht gerecht. Hier wären es lediglich Ergebnisse, welche als neue Informationen mit Wachstumschancen wieder ins System zurückgeführt würden.

Deshalb Lüge !

Wenn Sie zwischen den Optionen abwegen, also unter den „Stuhlbeinen“ als Gesamheit,

dann sind Sie in die Lage, exzellenten Entscheidungen zu treffen. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Optionen, schauen ob sich etwas ausschließt und prüfen dies durch Ihre drei Zentren. Nicht anders als es bei einem Team von 3 Leuten geschieht, die an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. Das Vorgehen gleicht einer Spirale, die sich nach und nach positiv oben in Richtung Lösung dreht und an deren Spitze zum Ergebnis führt.

Dabei wird mal abgewartet, nachgegeben, nachgefragt oder Stellung bezogen. Entscheiden bedeutet, Präsenz und einen Standpunkt zu vertreten, d.h. eigene Grenzen zu kennen und diese für Andere zu setzten. Diese können sich daran orientieren, schätzen eine klare Linie und die damit verbundene Sicherheit.

Sei Hirte und kein Schaf.

Dann können Entscheidungen ermöglicht und schnell getroffen werden.

Denn sobald das Entscheidungssystem im Bewusstsein angekommen ist, kann damit auch effizient und bewusst gearbeitet werden. Auf diese Weise wird dadurch die Kommunikation für`s Außen möglich und der erste Schritt um die Entscheidung auf den Weg zu bringen ist getan. Denn ohne Schritt keine Entscheidung.

Diese Entscheidungsprozesse werden bereits von Ihnen durchlaufen, aber meist unbewusst. Sie haben jetzt die Möglichkeit zu entscheiden, dass Ruder für sich und andere bewusst zu übernehmen. Allein diese Information verändert Ihr System. Unbewusst haben Sie bereits dazu eine Meinung gebildet und eine Entscheidung getroffen.

Jetzt könnten sie sagen, na dann, alles in allem entscheidet ja doch der Verstand, das Gehirn, wusste ich doch eh. Denn der Verstand steuert ja vermeintlich alles, vor allem mein Bewusstsein.

Doch da widerspreche ich, denn aus meiner Sicht gibt es ein Bauch-Gehirn zuständig für Ihre Intuition und ein Herz- Gehirn zuständig für Innovation. Diese in die Entscheidungsarchitektur einbezogen werden. Aber dazu wann anders, in einem anderen Blogartikel mehr.

Viel Spaß beim Erforschen und Entdecken der eigenen effizienten Entscheidungsfindung.

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